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Die Konsequenzen

Chapter 11 - Die Konsequenzen

Der Rat beriet eine Stunde lang in einem Nebenraum, während Julian, Vanessa und ich schweigend im Flur warteten.

"Es tut mir leid," wiederholte Vanessa, auf der Bank sitzend, die Hände gefaltet. "Für alles."

Julian sah sie lange an.

"Ich glaube dir, Vanessa. Aber du wirst viel wieder aufbauen müssen, mit mir, mit Lena, und vor allem mit Finn, wenn er alt genug ist, das alles zu verstehen."

"Ich weiß."

Notar Weber kam schließlich heraus, das Gesicht neutral, aber entschlossen.

"Der Rat hat entschieden. Sabine Falkner wird mit sofortiger Wirkung ihres Amtes im Familienrat enthoben. Sie behält ihre persönlichen Anteile am allgemeinen Familienfonds, verliert aber jedes Mitspracherecht am spezifischen Treuhandfonds von Finn, der wie ursprünglich im Testament des Großvaters vorgesehen, unter der gemeinsamen Verwaltung von Julian und Lena Falkner bleibt."

"Und was ist mit Vanessas Spielschulden?" fragte Julian.

"Das liegt nicht in der Zuständigkeit dieses Rats, aber Ihre Schwester hat den Wunsch geäußert, ihre Schulden selbst durch einen persönlichen Plan zurückzuzahlen, ohne auf Familienfonds zurückzugreifen. Wir begrüßen diese Entscheidung."

Beim Verlassen des Büros ging Sabine an uns vorbei, ohne ein Wort, den Blick starr geradeaus gerichtet, eine Frau, die soeben weit mehr verloren hatte als nur eine Verwaltungsbefugnis.

Vanessa blieb stehen.

"Lena. Ich weiß, dass das nichts wiedergutmacht. Aber ich werde eine Therapie für mein Spielproblem beginnen, und ich würde gerne, wenn du einverstanden bist, eines Tages Finn wiedersehen dürfen, in Anwesenheit von wem auch immer du willst, um ihm zu zeigen, dass es mir wirklich leidtut."

Ich dachte lange nach.

"Nicht sofort, Vanessa. Aber vielleicht eines Tages. Wenn du dich wirklich verändert hast, nicht nur gesagt hast, dass es dir leidtut."

Sie nickte, verstand, und ging, ohne weiter zu drängen.

An diesem Abend, nachdem Finn im Bett war, nahm Julian mich in seine Arme, lange, in der stillen Küche.

"Es tut mir leid, dass ich nicht früher gesehen habe, was passiert ist, Lena. Es tut mir leid, dass ich nicht auf deine Anrufe geantwortet habe."

"Es war nicht deine Schuld. Es war genau darauf berechnet, dass du es nicht sehen konntest."

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"Ich verspreche dir, das wird nie wieder passieren. Niemals."

Lesen Sie weiter in Teil 12 — denn einige Wochen später wird eine letzte Frage von Finn uns daran erinnern, wie sehr diese fünf Tage seine Kindheit geprägt haben.

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